Kammerjäger war früher

Damals Kammerjäger und heute der Schädlingsbekämpfer

Viele verbinden beim Begriff Schädlingsbekämpfer oder früher auch Kammerjäger genannt, noch immer eine schmutzige, unrasierte und unprofessionell wirkende Person, die sich nur in dunklen Kellern oder in der Kanalisation aufhält und heimlich giftige Sachen ausbringt. Doch dieses Bild hat sich mittlerweile komplett gewandelt.

Was unterscheidet den alten Kammerjäger aus München mit dem aktuellen Schädlingsberkämpfer?

Als der Beruf Kammerjäger nicht nur in München sondern in ganz Deutschland noch als das normale Berufsbild gesehen wurde, konnte sich die Branche der Kammerjäger nicht wirklich mit hohen Ansehen schmücken. Da ja generell das Thema Schädlingsbekämpfung in der Allgemeinheit nicht an die große Glocke gehängt wird, wurde der damalige Kammerjäger erst gar nicht richtig in der Öffentlichkeit wahrgenommen.  Damals waren die Schädlingsbekämpfungsverfahren der Kammerjäger auch nicht wie heute strukturiert und geprüft. Jeder Kammerjäger konnte eigentlich einsetzen was er wollte. Egal welche Schädlinge gerade das Problem waren, der Kammerjäger nahm seine "Zaubermittel" und versuchte sein Glück. Die Gefährdung der Gesundheit wurde dabei nicht so sehr beachtet. Hauptsache das Ergebnis der Schädlingsbekämpfung stimmte am Ende. Man findet noch viele Bilder und Zeichnungen von Kammerjägern die eine Person mit einer qualmenden Giftspritze zeigen. Doch glücklicherweise hat sich das Berufsbild des früheren Kammerjägers zum Schädlingsbekämpfer gewandelt.

Als Schädlingsbekämpfer bieten wir heute ganz andere Leistungen:

Berufsprofil

Schädlingsbekämpfer/in

Einsatzgebiete

Schädlingsbekämpfer und Schädlingsbekämpferinnen arbeiten im Gesundheits- und Vorratsschutz, im Holz- und Bautenschutz sowie im Pflanzenschutz an wechselnden Einsatzorten im Innen- und Außenbereich für öffentliche, gewerbliche und private Auftraggeber.

Berufliche Tätigkeiten

  • Schützen von Menschen, Tieren, Pflanzen, Vorräten, Materialien, Bauten und Umwelt durch präventive Maßnahmen und wenn erforderlich- durch Bekämpfungsmaßnahmen vor negativer Beeinflussung durch Schädlinge,
  • kundenorientiertes Handeln unter Berücksichtigung von Rechtsvorschriften, technischen und organisatorischen Vorgaben, Regelwerken sowie spezifischen Arbeits- und Betriebsanweisungen,
  • Planen und Durchführen von Maßnahmen zur präventiven Abwehr und Bekämpfung von Schädlingen,
  • Beurteilen der Gefährdungspotentiale für die Umwelt und Einleiten von Präventions- und Abwehrmaßnahmen gegen Schädlinge,
  • Überprüfen und Überwachen von objektspezifischen Maßnahmen zur Gebäudekontrolle,
  • Durchführen von Kontrollmaßnahmen und biotechnischem Monitoring im Innen- und Außenbereich und Einleiten von Maßnahmen bei festgestelltem Schädlingsbefall,
  • Identifizieren von Art und Gefährdungspotential von Schädlingen,
  • Auswählen und umweltbewußtes Anwenden des am besten geeignetsten Schädlingsbekämpfungsmittels unter Berücksichtigung der örtlichen und sachlichen Gegebenheiten,
  • Informieren über Art, Umfang, Ursache und Auswirkung des Schädlingsbefalls, über Art, Umfang und Dauer der Bekämpfung, über die Wirkungsweisen der Bekämpfungsmittel sowie über Sicherheits- und Vorbeugemaßnahmen,
  • Dokumentieren der durchgeführten Maßnahmen, überwiegend selbständiges Arbeiten sowie Arbeiten im Team und in Kooperation mit anderen Gewerken,
  • Bedienen, Pflegen und Warten der Geräte für die Schädlingsbekämpfung, Überprüfen der Funktionstüchtigkeit und Sicherheit und veranlassen von Reparaturen.

Quelle: „Trends und Entwicklung für Jobs in Schädlingsbekämpfungsunternehmen

In der Insektenbekämpfung bzw. Ungezieferbekämpfung kommen immer mehr biologische Substanzen und Abwehrmechanismen zum Einsatz. Der Trend zur Chemie-Keule der Kammerjäger ist rückläufig. Alternativen sind gefragt, denn im Vordergrund steht die Gesundheit, besonders bei der Schädlingsbekämpfung in Wohnräumen.

Immer häufiger werden Nützlinge zur Bekämpfung von Ungeziefer und Insekten eingesetzt, besonders in der Landwirtschaft und im Garten.

Schädlinge wird es immer geben, allerdings gibt es zyklische Zunahmen oder Abnahmen von Befall durch Ungeziefer. Diese hängen oftmals mit klimatischen Bedingungen oder Veränderungen zusammen. Immer mehr Schädlinge wandern zudem im Zuge der Globalisierung aus fernen Ländern ein und finden bei uns ideale Lebensbedingungen vor.“ Quelle: https://www.ulmato.de/ausbildung/schaedlingsbekaempfer/

Ich freue mich, wenn ich Ihnen ebenfalls einen seriösen Eindruck vermitteln kann und Sie den Begriff des "Kammerjägers" durch den "Schädlingsbekämpfer" ersetzen.

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